Archiv für September 2009

Maulbeerblätter für den Ballenberg

Sonntag, 27. September 2009

Die Seidenräupchen im Ballenberg hatten Hunger, da kam bei uns ein Hilferuf ein, ob wir nicht noch Maulbeerblätter hätten. Unser Baum steht prächtig und gerne schneiden wir Zweige. Diese nimmt Robert mit, denn dieses Wochenende findet der Esel- und Herbstmarkt statt. Da ist die Samengärtnerei mit Samen bei unserem Samengarten präsent.  Die Räupchen freut’s.

Maulbeerbaum im Garten der Samengärtnerei Zollinger

Der Garten ist das Eingezäunte

Mittwoch, 16. September 2009

2 Wochen Trekking im Himalaya und das während des Monsuns.

Jeder Reiseveranstalter würde abraten, vielleicht zu recht, denn Postkartensujets können in dieser Jahreszeit kaum garantiert werden. Wolken –über dem Golf von Bengalen gebildet- jagen sich mit einer ungeheuren Dynamik durch die Hügel und Täler Nepals in Richtung der schneebedeckten Riesen und lassen den Blick auf diese nur sekundenweise zu.

Höhepunkte anderer Art erlebt der Monsunwanderer. Vorerst in „mässiger“ Höhe von 3500 m ü M. wecken die eingemauerten Gärten meine Neugierde. Wo nicht eben die Kartoffeln gegraben werden, wachsen Kohl, (der Kopfgrösse nach zu schliessen, handelt es sich bestimmt um den „large late drum head“), Karotten, Blumenkohl, Pak Choi und Blattsenf, der berühmte „saag“. In abgeernteten Beeten blüht bereits der Buchweizen als Nachfrucht.

Ein kleiner Schwatz über die Gartenmauer mit der Bäuerin, Bewunderung für ihre Blumenpracht, denn Ringelblumen und Kapuzinerli zieren jedes Haus.

Wir wandern über Blumenteppiche auf 4000 m Höhe, die eigentlichen Weiden für die Yaks. Edelweiss, Enzian, Steinbrech, Sonnenröschen kenne ich, all die andern nicht, was ich zutiefst bedauere.

In den ummauerten Feldern steht das Gras kniehoch. Wann wird wohl das Heu gemacht? So fragen wir uns. Und dann am Montagmorgen (17. August) überall, wo wir vorbeikommen, wird gesichelt; Buben und Mädchen kommen von weit her, und bieten während dieser enormen Arbeitsspitze ihre Dienste an. Zu fünft und sechst schneiden sie in der Kniehocke. Die älteren Frauen zetteln das geschnittene Gras von Hand und werfen es locker auf kleine Haufen, bis ein hübsches Schöcheli dasteht. Ich frag die Bäuerin, wie es jetzt weiter gehe, bei diesem feuchten Wetter. Sie warten, bis es trocken sei, bei schönem Wetter dauere es 3 Tage, bei schlechtem eben länger. (Nicht umsonst ist heute vor jedem Haus so viel Räucherwerk abgegangen.) Einmal trocken bringen sie das Heu in den Unterstand gleich daneben. Im Winter kommen dann die Yaks in die Einzäunung und werden gefüttert. Da ist dann gleich das Feld für das nächste Jahr gut gedüngt.

„Garo chha, Nepalmaa“, sagt sie noch, „das Leben ist schwer in Nepal“, dabei lächelt sie aber ganz keck, sodass ich durchaus annehmen darf, dass dieses Leben auch seine Sonnenseiten hat.

So ist alles, was vom Menschen kultiviert wird, mit schönen Mauern umgeben, und alles ausserhalb der Mauern gehört den Tieren.

heuet_in_panka

blumenteppich-vor-macherma

 

Herbstmarkt im Ballenberg

Mittwoch, 2. September 2009

Im Freilichtmuseum Ballenberg pflegen wir unseren Samengarten. Am 26. und 27. September findet dort der jährliche Herbstmarkt statt.
Wir werden mit Tomaten und Samen beim Samengarten einen Stand halten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Tomaten: Biodiversität! 

Tomatendegustation im Ballenberg