Einfach eindrücklich, wie sich diese Winden ihre Stütze suchen! Schauen Sie sich dieses Zeitraffer-Video an!
Artikel-Schlagworte: „Biologisch“
Wachsende Prunkwinde
Dienstag, 17. November 2009Riesiger Spitzkabis
Donnerstag, 29. Oktober 2009Gerade haben wir Post aus Chur erhalten: Vitus Bass, Gartentherapeut der Klinik Waldhaus schreibt, dass er einen Spitzkohl “Filderkraut” aus unserem Saatgut mit einem Gewicht von eindrücklichen 10.8kg geerntet hat! Herzlich Gratulation!
Hier gehts zum Bericht in der “Südostschweiz”.
Haben auch Sie solche Erfolgserlebnisse? Lassen Sie uns daran teilhaben, indem Sie uns Ihre Bilder an info@zollinger-samen.ch schicken.

Bild: suedostschweiz.ch
Randenzeit!
Freitag, 9. Oktober 2009Der Garten ist das Eingezäunte
Mittwoch, 16. September 2009
2 Wochen Trekking im Himalaya und das während des Monsuns.
Jeder Reiseveranstalter würde abraten, vielleicht zu recht, denn Postkartensujets können in dieser Jahreszeit kaum garantiert werden. Wolken –über dem Golf von Bengalen gebildet- jagen sich mit einer ungeheuren Dynamik durch die Hügel und Täler Nepals in Richtung der schneebedeckten Riesen und lassen den Blick auf diese nur sekundenweise zu.
Höhepunkte anderer Art erlebt der Monsunwanderer. Vorerst in „mässiger“ Höhe von 3500 m ü M. wecken die eingemauerten Gärten meine Neugierde. Wo nicht eben die Kartoffeln gegraben werden, wachsen Kohl, (der Kopfgrösse nach zu schliessen, handelt es sich bestimmt um den „large late drum head“), Karotten, Blumenkohl, Pak Choi und Blattsenf, der berühmte „saag“. In abgeernteten Beeten blüht bereits der Buchweizen als Nachfrucht.
Ein kleiner Schwatz über die Gartenmauer mit der Bäuerin, Bewunderung für ihre Blumenpracht, denn Ringelblumen und Kapuzinerli zieren jedes Haus.
Wir wandern über Blumenteppiche auf 4000 m Höhe, die eigentlichen Weiden für die Yaks. Edelweiss, Enzian, Steinbrech, Sonnenröschen kenne ich, all die andern nicht, was ich zutiefst bedauere.
In den ummauerten Feldern steht das Gras kniehoch. Wann wird wohl das Heu gemacht? So fragen wir uns. Und dann am Montagmorgen (17. August) überall, wo wir vorbeikommen, wird gesichelt; Buben und Mädchen kommen von weit her, und bieten während dieser enormen Arbeitsspitze ihre Dienste an. Zu fünft und sechst schneiden sie in der Kniehocke. Die älteren Frauen zetteln das geschnittene Gras von Hand und werfen es locker auf kleine Haufen, bis ein hübsches Schöcheli dasteht. Ich frag die Bäuerin, wie es jetzt weiter gehe, bei diesem feuchten Wetter. Sie warten, bis es trocken sei, bei schönem Wetter dauere es 3 Tage, bei schlechtem eben länger. (Nicht umsonst ist heute vor jedem Haus so viel Räucherwerk abgegangen.) Einmal trocken bringen sie das Heu in den Unterstand gleich daneben. Im Winter kommen dann die Yaks in die Einzäunung und werden gefüttert. Da ist dann gleich das Feld für das nächste Jahr gut gedüngt.
„Garo chha, Nepalmaa“, sagt sie noch, „das Leben ist schwer in Nepal“, dabei lächelt sie aber ganz keck, sodass ich durchaus annehmen darf, dass dieses Leben auch seine Sonnenseiten hat.
So ist alles, was vom Menschen kultiviert wird, mit schönen Mauern umgeben, und alles ausserhalb der Mauern gehört den Tieren.


Herbstmarkt im Ballenberg
Mittwoch, 2. September 2009Im Freilichtmuseum Ballenberg pflegen wir unseren Samengarten. Am 26. und 27. September findet dort der jährliche Herbstmarkt statt.
Wir werden mit Tomaten und Samen beim Samengarten einen Stand halten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Natürliche Bekämpfung von Blattläusen
Sonntag, 19. Juli 2009Am Besuchstag wurden wir mehrmals gefragt, wie wir uns gegen Blattläuse wehren. Hier eine Anleitung für die Zubereitung von insektizider Quassiabrühe.
Quassia-Seifenbrühe: 250 g Quassiaholz ( in Drogerien erhältlich) über Nacht in 2 l Wasser einweichen und am Morgen tüchtig kochen. Inzwischen 20 l Wasser in ein Fass ( z. B. Blaues Plasticfass) geben und die fertig gekochte Brühe durch ein Tuch dazusieben. 300 g Schmierseife in der noch warmen Flüssigkeit auflösen. Die Brühe kann dann sofort gespritzt werden und ist im zugedeckten Fass den ganzen Sommer über zu gebrauchen.
Quassiaholz hat eine starke insektizide Wirkung und sollte am Abend gespritzt werden, um Bienen und Hummeln zu schonen.

Quassia Chips, zur Zubereitung von natürlichem Insektizid
Globalisierung lässt grüssen
Montag, 25. Mai 2009Unser Dorfladen, zwar ein Satellit eines grossen Detailhändlers, war doch ein richtiger Dorfladen. Er bezog das Brot vom Beck aus dem Nachbardorf, Ziegenkäse von der Alp, Pilze und vieles mehr aus der Region. Die freundlichen VerkäuferInnen trugen das ihre dazu bei, dass man gerne in diesen Laden ging. Nun hat er auf Ende April geschlossen.
Doch schon ein paar Tage später wirbt ein Schild zwecks Neueröffnung. „ Klug ist, wer im Dorfladen einkauft“, heisst es. Das finde ich auch und da mir gerade der Knoblauch ausgegangen ist (eigentlich eine Schande, dass sowas im Haushalt der biologischen Samengärtnerei passieren kann), statte ich dem Laden meinen ersten Besuch ab. Knoblauch gibt’s und vieles mehr; erfolgreich kehr ich heim, pack die hübsch im Netz verpackten aus, werfe noch einen Blick auf das Etikett und lese folgendes: EXTRA WHITE GARLICK HAND MADE, ORIGINE: CHINA.
Da steh ich nun, den extra weissen, handgemachten Knobli aus China in der Hand, weiss nicht so recht: bin ich jetzt klug oder etwa für dumm verkauft worden….
Zum Knoblauch - rein botanisch und nicht polemisch – das nächstemal mehr.

Lerchengezwitscher
Sonntag, 5. April 2009Hoch über unserem Dinkelfeld trällerte die Lerche, die langersehnte. Wir riefen alle zusammen: Hört Ihr, seht Ihr, die Lerche ist zurück. So ein kleiner Vogel und ein so gewaltiges Stimmvolumen. Es scheint, dass sie hier ihr Nest vorbereiten will, auf dem Dinkelacker. Danke der Ehre, liebe Lerche, Gastfreundschaft ist garantiert.
Ob wir etwas dazu beitragen dürfen, dass ihre Jungen die Zeit von der Eiablage bis zum Flüggewerden heil überstehen? So gar manches Tier streicht durch das heranwachsende Getreide und die Raubvögel überkreisen es geduldig….
Die Schweizerische Vogelwarte Sempach nimmt sich speziell der Förderung der Lerche an. Hier erfahren Sie mehr darüber.
Was läuft sonst in der Samengärtnerei?
Wir haben Rucola gesetzt, die überwinterten Samenträger von Lauch, Krautstiel, Rüebli und Pastinaken gepflanzt, jede Sorte schön an ihren eigenen Ort, damit, wenn sie dann blühen, keine Kreuzung zwischen den Sorten stattfindet. Die einjährigen Blumen wie Mohn, Jungfer im Grünen, Zinnien und Tagetes werden gesät und die Salate gepflanzt.
Ich denke, der Frühling wird so intensiv werden, wie es der Winter war.









