Artikel-Schlagworte: „Gemüsegarten“
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Gerade haben wir Post aus Chur erhalten: Vitus Bass, Gartentherapeut der Klinik Waldhaus schreibt, dass er einen Spitzkohl “Filderkraut” aus unserem Saatgut mit einem Gewicht von eindrücklichen 10.8kg geerntet hat! Herzlich Gratulation!
Hier gehts zum Bericht in der “Südostschweiz”.
Haben auch Sie solche Erfolgserlebnisse? Lassen Sie uns daran teilhaben, indem Sie uns Ihre Bilder an info@zollinger-samen.ch schicken.

Bild: suedostschweiz.ch
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Freitag, 9. Oktober 2009
Meine Freundin Ruth ruft an, sagt, sie hätte die Randen geerntet, riesige wie noch nie, die eine sei 3 kg schwer. „Welche Sorte“ frag ich noch. „Natürlich Cylindra, das sind die besten und halten im Keller bis in den Frühling.“

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Sonntag, 27. September 2009
Die Seidenräupchen im Ballenberg hatten Hunger, da kam bei uns ein Hilferuf ein, ob wir nicht noch Maulbeerblätter hätten. Unser Baum steht prächtig und gerne schneiden wir Zweige. Diese nimmt Robert mit, denn dieses Wochenende findet der Esel- und Herbstmarkt statt. Da ist die Samengärtnerei mit Samen bei unserem Samengarten präsent. Die Räupchen freut’s.

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Mittwoch, 16. September 2009
2 Wochen Trekking im Himalaya und das während des Monsuns.
Jeder Reiseveranstalter würde abraten, vielleicht zu recht, denn Postkartensujets können in dieser Jahreszeit kaum garantiert werden. Wolken –über dem Golf von Bengalen gebildet- jagen sich mit einer ungeheuren Dynamik durch die Hügel und Täler Nepals in Richtung der schneebedeckten Riesen und lassen den Blick auf diese nur sekundenweise zu.
Höhepunkte anderer Art erlebt der Monsunwanderer. Vorerst in „mässiger“ Höhe von 3500 m ü M. wecken die eingemauerten Gärten meine Neugierde. Wo nicht eben die Kartoffeln gegraben werden, wachsen Kohl, (der Kopfgrösse nach zu schliessen, handelt es sich bestimmt um den „large late drum head“), Karotten, Blumenkohl, Pak Choi und Blattsenf, der berühmte „saag“. In abgeernteten Beeten blüht bereits der Buchweizen als Nachfrucht.
Ein kleiner Schwatz über die Gartenmauer mit der Bäuerin, Bewunderung für ihre Blumenpracht, denn Ringelblumen und Kapuzinerli zieren jedes Haus.
Wir wandern über Blumenteppiche auf 4000 m Höhe, die eigentlichen Weiden für die Yaks. Edelweiss, Enzian, Steinbrech, Sonnenröschen kenne ich, all die andern nicht, was ich zutiefst bedauere.
In den ummauerten Feldern steht das Gras kniehoch. Wann wird wohl das Heu gemacht? So fragen wir uns. Und dann am Montagmorgen (17. August) überall, wo wir vorbeikommen, wird gesichelt; Buben und Mädchen kommen von weit her, und bieten während dieser enormen Arbeitsspitze ihre Dienste an. Zu fünft und sechst schneiden sie in der Kniehocke. Die älteren Frauen zetteln das geschnittene Gras von Hand und werfen es locker auf kleine Haufen, bis ein hübsches Schöcheli dasteht. Ich frag die Bäuerin, wie es jetzt weiter gehe, bei diesem feuchten Wetter. Sie warten, bis es trocken sei, bei schönem Wetter dauere es 3 Tage, bei schlechtem eben länger. (Nicht umsonst ist heute vor jedem Haus so viel Räucherwerk abgegangen.) Einmal trocken bringen sie das Heu in den Unterstand gleich daneben. Im Winter kommen dann die Yaks in die Einzäunung und werden gefüttert. Da ist dann gleich das Feld für das nächste Jahr gut gedüngt.
„Garo chha, Nepalmaa“, sagt sie noch, „das Leben ist schwer in Nepal“, dabei lächelt sie aber ganz keck, sodass ich durchaus annehmen darf, dass dieses Leben auch seine Sonnenseiten hat.
So ist alles, was vom Menschen kultiviert wird, mit schönen Mauern umgeben, und alles ausserhalb der Mauern gehört den Tieren.


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Mittwoch, 2. September 2009
Im Freilichtmuseum Ballenberg pflegen wir unseren Samengarten. Am 26. und 27. September findet dort der jährliche Herbstmarkt statt.
Wir werden mit Tomaten und Samen beim Samengarten einen Stand halten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Sonntag, 19. Juli 2009
Am Besuchstag wurden wir mehrmals gefragt, wie wir uns gegen Blattläuse wehren. Hier eine Anleitung für die Zubereitung von insektizider Quassiabrühe.
Quassia-Seifenbrühe: 250 g Quassiaholz ( in Drogerien erhältlich) über Nacht in 2 l Wasser einweichen und am Morgen tüchtig kochen. Inzwischen 20 l Wasser in ein Fass ( z. B. Blaues Plasticfass) geben und die fertig gekochte Brühe durch ein Tuch dazusieben. 300 g Schmierseife in der noch warmen Flüssigkeit auflösen. Die Brühe kann dann sofort gespritzt werden und ist im zugedeckten Fass den ganzen Sommer über zu gebrauchen.
Quassiaholz hat eine starke insektizide Wirkung und sollte am Abend gespritzt werden, um Bienen und Hummeln zu schonen.

Quassia Chips, zur Zubereitung von natürlichem Insektizid
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Dienstag, 30. Juni 2009
Mit dem Sommeranfang zieht sich die Frühlingseuphorie endgültig bis zum nächsten Jahr zurück und macht dem etwas trägeren Sommer-Lebenswandel Platz. Der Garten ist soweit im Schuss, schon kann geerntet werden: Salate, Kefen, Erbsen, Broccoli, Rettiche, Kohlrabi, vielleicht sogar schon Zucchetti. Hie und da das Unkraut im Zaum halten und giessen und dann ein Buch lesen inmitten dieser üppigen Pflanzenwelt.
Aber halt, allzu träge nun auch wieder nicht! Denn da, wo Kopfsalat und Radies standen, sollen die Spätsommer- und Herbstgemüse den Platz einnehmen.
Es ist Zeit für folgende Saaten direkt ins Gartenbeet: Lagerkarotten, wie BERLICUMER, GELBE PFÄLZER oder KÜTTIGER, dann Herbstfenchel, Cicorino rosso und Grumolo. Auch Schaftzwiebeln können ruhig noch gesät werden.
Setzlinge werden gezogen von Zuckerhut Sorte PONCHO, Endivie Sorte MALAN, Castelfranco Sorte DI LUSIA und Mitte Juli bitte nicht vergessen: Winterblumenkohl!
Die in den Anzuchtkisten keimende Saat dankt es Ihnen mit zügigem Wachstum, wenn sie schattig und eher kühl steht.
Auch die Frühlingsblumen vom nächsten Jahr wollen jetzt gesät sein: Bartnelke, Goldlack, Vergissmeinnicht, Stockrose, Fingerhut.


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Montag, 25. Mai 2009
Unser Dorfladen, zwar ein Satellit eines grossen Detailhändlers, war doch ein richtiger Dorfladen. Er bezog das Brot vom Beck aus dem Nachbardorf, Ziegenkäse von der Alp, Pilze und vieles mehr aus der Region. Die freundlichen VerkäuferInnen trugen das ihre dazu bei, dass man gerne in diesen Laden ging. Nun hat er auf Ende April geschlossen.
Doch schon ein paar Tage später wirbt ein Schild zwecks Neueröffnung. „ Klug ist, wer im Dorfladen einkauft“, heisst es. Das finde ich auch und da mir gerade der Knoblauch ausgegangen ist (eigentlich eine Schande, dass sowas im Haushalt der biologischen Samengärtnerei passieren kann), statte ich dem Laden meinen ersten Besuch ab. Knoblauch gibt’s und vieles mehr; erfolgreich kehr ich heim, pack die hübsch im Netz verpackten aus, werfe noch einen Blick auf das Etikett und lese folgendes: EXTRA WHITE GARLICK HAND MADE, ORIGINE: CHINA.
Da steh ich nun, den extra weissen, handgemachten Knobli aus China in der Hand, weiss nicht so recht: bin ich jetzt klug oder etwa für dumm verkauft worden….
Zum Knoblauch - rein botanisch und nicht polemisch – das nächstemal mehr.

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Sonntag, 5. April 2009
Hoch über unserem Dinkelfeld trällerte die Lerche, die langersehnte. Wir riefen alle zusammen: Hört Ihr, seht Ihr, die Lerche ist zurück. So ein kleiner Vogel und ein so gewaltiges Stimmvolumen. Es scheint, dass sie hier ihr Nest vorbereiten will, auf dem Dinkelacker. Danke der Ehre, liebe Lerche, Gastfreundschaft ist garantiert.
Ob wir etwas dazu beitragen dürfen, dass ihre Jungen die Zeit von der Eiablage bis zum Flüggewerden heil überstehen? So gar manches Tier streicht durch das heranwachsende Getreide und die Raubvögel überkreisen es geduldig….
Die Schweizerische Vogelwarte Sempach nimmt sich speziell der Förderung der Lerche an. Hier erfahren Sie mehr darüber.
Was läuft sonst in der Samengärtnerei?
Wir haben Rucola gesetzt, die überwinterten Samenträger von Lauch, Krautstiel, Rüebli und Pastinaken gepflanzt, jede Sorte schön an ihren eigenen Ort, damit, wenn sie dann blühen, keine Kreuzung zwischen den Sorten stattfindet. Die einjährigen Blumen wie Mohn, Jungfer im Grünen, Zinnien und Tagetes werden gesät und die Salate gepflanzt.
Ich denke, der Frühling wird so intensiv werden, wie es der Winter war.


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Donnerstag, 26. März 2009
Der Frühling naht! Bald ist es Zeit, wieder an den Garten zu denken. Wir könnens kaum erwarten.
Am Samstag, 9. Mai 2009 9 bis 16 Uhr sind wir am Frühlingsmarkt im Botanischen Garten Freiburg. Wir sind mit unseren Samen da! Weiter informationen finden Sie auf der Website des Gartens.
Falls Sie Setzlinge kaufen möchten, die aus unseren Samen gezogen werden, erhalten Sie diese per Postversand bei:
Claudia Schöni
Naturgärtnerei
8582 Dozwil
tel 071 411 44 80
fax 071 411 44 80

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