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Was einem so alles mitgeteilt wird

Mittwoch, 30. Juni 2010

Letzten Samstagmorgen sitz ich im Büro und bin zum Glück nicht total vom Bildschirm absorbiert, denn zu meiner linken vor dem Fenster bewegt sich was. Ein junger Distelfink spaziert auf dem Sims hin und her, zeigt sein prächtiges Federkleid, neigt sein rotes Köpfchen einmal hin einmal her. Er lässt sich Zeit, obwohl er gemerkt hat, dass sich hinter der Scheibe etwas bewegt.

Ich bin entzückt von dem hübschen Vögelchen. Und dann wird mir klar, was er mir mitteilen will: „Hallo wir sind da und wir haben eben das Schwarzwurzelfeld entdeckt“. Und schon ist er weg.

Also eil ich zu den Schwarzwurzeln, die im zweiten Jahr stehen, wunderbar geblüht und bereits die ersten filigranen Samenstände ausgebildet haben. Aber wirklich nur die allerersten, die anderen verblühten Körbchen (Schwarzwurzeln gehören zur Familie der Körbchenblütler) sind noch geschlossen und die Samen in der schützenden Hülle noch ganz weich. Genau auf diese haben es die Distelfinken abgesehen, sie picken seitlich ein Loch und leeren so ein Körbchen im Nu.

Wenn wir jetzt nicht handeln, ist von der vielversprechenden Ernte nichts mehr übrig, denn aus Erfahrung wissen wir, dass die Distelfinken in Scharen kommen. Also hurtig ein Gestell bauen und ein grosses Netz darüber ziehen.

Für uns war der kleine Distelfink auf dem Fenstersims ein Geschenk, doch seine Artgenossen werden ihm schon noch beibringen, dass, wer leicht zu einem Festschmaus kommen will, sich besser diskret und unauffällig benimmt.

Sollen sich die Distelfinken doch den blühenden Disteln widmen, sie heissen ja schliesslich nicht Schwarzwurzelfinken.

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Blumenkohl im Ueberfluss

Freitag, 16. April 2010

Ja wie ist das möglich, werden sich einige fragen.

Ich erzähl es Euch gerne. Winterblumenkohl ist eine sehr alte Sorte, das heisst, früher gab es eigentlich nur Winterblumenkohl. Er wird im Juli gesät, Ende August ins Freiland oder in ein kaltes Gewächshaus gepflanzt und dann lässt man ihm viel Zeit. Im März wird man neugierig, schaut immer wieder mal ins Herz der nun kräftigen Pflanzen. Die innersten Blätter kräuseln sich, aber noch ist nichts zu sehen von einem Blumenkohl.

Und dann fast über Nacht sind sie da, die prächtig gewölbten, weissen „Blumen“. Der Genuss ist unbeschreiblich.

Ich geb es zu, der Winterblumenkohl war, als wir ihn erstmals angebaut hatten, noch nicht so, wie er heute ist. Sein Kopf war flach , die einzelnen Röschen etwas voneinander getrennt und oft etwas gelblich, da die Blätter das junge Köpfchen nicht vor dem Sonnenlicht schützten.

So fing ich an, den altehrwürdigen mit modernen Snowball-Typen einzukreuzen: Einerseits sollten die hervorragenden Eigenschaften des Winterblumenkohls (eben das Ueberwintern und die enorm frühe Ernte) erhalten bleiben, zugleich sollte die „Blume“ weisser, kompakter und gewölbt werden.

Mein Bemühen war mit Erfolg gekrönt.

Der Blumenkohl, den wir heute ernten und geniessen, entspricht genau unseren Vorstellungen: Er reift im April, ein Monat, wo frisches Gemüse rar ist. Er reift, bevor die lästigen Raupen des Kohlweisslings uns den Appetit verderben. Die Blume ist kompakt, lässt sich aber leicht in die einzelnen Röschen zerlegen, was in der Küche sehr geschätzt wird.

Er ist zart und voll im Geschmack.

Wir essen nur noch diesen Blumenkohl, weil er uns so viel Freude macht.

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Winterblumenkohl

Riesiger Spitzkabis

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Gerade haben wir Post aus Chur erhalten: Vitus Bass, Gartentherapeut der Klinik Waldhaus schreibt, dass er einen Spitzkohl “Filderkraut” aus unserem Saatgut mit einem Gewicht von eindrücklichen 10.8kg geerntet hat! Herzlich Gratulation!

Hier gehts zum Bericht in der “Südostschweiz”.

Haben auch Sie solche Erfolgserlebnisse? Lassen Sie uns daran teilhaben, indem Sie uns Ihre Bilder an info@zollinger-samen.ch schicken.

Riesiger Filderkraut Spitzkohl

Bild: suedostschweiz.ch

Sommersaaten

Dienstag, 30. Juni 2009

Mit dem Sommeranfang zieht sich die Frühlingseuphorie endgültig bis zum nächsten Jahr zurück und macht dem etwas trägeren Sommer-Lebenswandel Platz. Der Garten ist soweit im Schuss, schon kann geerntet werden: Salate, Kefen, Erbsen, Broccoli, Rettiche, Kohlrabi, vielleicht sogar schon Zucchetti. Hie und da das Unkraut im Zaum halten und giessen und dann ein Buch lesen inmitten dieser üppigen Pflanzenwelt.

Aber halt, allzu träge nun auch wieder nicht! Denn da, wo Kopfsalat und Radies standen, sollen die Spätsommer- und Herbstgemüse den Platz einnehmen.

Es ist Zeit für folgende Saaten direkt ins Gartenbeet: Lagerkarotten, wie BERLICUMER, GELBE PFÄLZER oder KÜTTIGER, dann Herbstfenchel, Cicorino rosso und Grumolo. Auch Schaftzwiebeln können ruhig noch gesät werden.

Setzlinge werden gezogen von Zuckerhut Sorte PONCHO, Endivie Sorte MALAN, Castelfranco Sorte DI LUSIA und Mitte Juli bitte nicht vergessen: Winterblumenkohl!

Die in den Anzuchtkisten keimende Saat dankt es Ihnen mit zügigem Wachstum, wenn sie schattig und eher kühl steht.

Auch die Frühlingsblumen vom nächsten Jahr wollen jetzt gesät sein: Bartnelke, Goldlack, Vergissmeinnicht, Stockrose, Fingerhut.

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Puffbohnen


Lerchengezwitscher

Sonntag, 5. April 2009

Hoch über unserem Dinkelfeld trällerte die Lerche, die langersehnte. Wir riefen alle zusammen: Hört Ihr, seht Ihr, die Lerche ist zurück. So ein kleiner Vogel und ein so gewaltiges Stimmvolumen. Es scheint, dass sie hier ihr Nest vorbereiten will, auf dem Dinkelacker. Danke der Ehre, liebe Lerche, Gastfreundschaft ist garantiert.

Ob wir etwas dazu beitragen dürfen, dass ihre Jungen die Zeit von der Eiablage bis zum Flüggewerden heil überstehen? So gar manches Tier streicht durch das heranwachsende Getreide und die Raubvögel überkreisen es geduldig….

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach nimmt sich speziell der Förderung der Lerche an. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Was läuft sonst in der Samengärtnerei?

Wir haben Rucola gesetzt, die überwinterten Samenträger von Lauch, Krautstiel, Rüebli und Pastinaken gepflanzt, jede Sorte schön an ihren eigenen Ort, damit, wenn sie dann blühen, keine Kreuzung zwischen den Sorten stattfindet. Die einjährigen Blumen wie Mohn, Jungfer im Grünen, Zinnien und Tagetes werden gesät und die Salate gepflanzt.

Ich denke, der Frühling wird so intensiv werden, wie es der Winter war.

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tomARTen

Donnerstag, 12. Februar 2009

tomARTen - Ein Projekt von Max Bottini in Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum Thurgau anlässlich des 200. Geburtstages von Charles Darwin, des 150. Geburtstages seiner Evolutionstheorie und des 150. Geburtstages des Naturmuseums Thurgau. Das Ziel des Projektes tomARTen ist es, den Begriff der «Artenvielfalt» am Beispiel der Tomate sichtbar und sinnlich erlebbar zu machen und damit die Person Charles Darwins, seine Evolutionstheorie und nicht zuletzt das Naturmuseum Thurgau, das seit 150 Jahren die Artenvielfalt des Kantons sammelt und beschreibt, einem breiten Publikum bekannt zu machen.

www.tomarten.ch

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